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Apple macht iPhones und andere Geräte kindersicherer

Apple führt auf seinen Geräten neue Sicherheitsfunktionen für Kinder ein und gibt Eltern damit mehr Kontrolle darüber, wie ihre Kinder iPhones, iPads und andere Geräte nutzen. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund des wachsenden Drucks auf Tech-Unternehmen, Minderjährige im Netz besser zu schützen.

Aktualisiert: Juni 13, 2026

Auf der jährlichen WWDC (Worldwide Developers Conference) kündigte Apple an, dass iOS 27, iPadOS 27 und macOS 27 eine Reihe neuer Funktionen zum Schutz von Kindern erhalten werden.

Apple ist der Ansicht, dass ein eigenes Gerät für Kinder hilfreich sein kann, etwa um mit den Eltern in Kontakt zu bleiben oder Apps zu nutzen, die sie beim Lernen unterstützen. Gleichzeitig betont das Unternehmen, wie wichtig der Schutz von Kindern bei der Nutzung solcher Geräte ist.

Sumbul Desai, Vice President für Gesundheit und Fitness bei Apple, sagte: „Unsere Mission bei Apple war es schon immer, Technologien zu entwickeln, die Menschen stärken und ihr Leben bereichern, während sie gleichzeitig dazu beitragen, sie zu schützen.“

Was die neuen Funktionen bieten und wie sie funktionieren

Der erste Schritt ist die Einrichtung eines Child Account. Er ist für Nutzer unter 13 Jahren erforderlich und bis zum Alter von 18 Jahren verfügbar. Das Konto aktiviert Schutzmaßnahmen, die auf das Alter des Kindes abgestimmt sind. Dazu gehören etwa das Blockieren von Websites für Erwachsene, die Anzeige altersgerechter Inhalte und Altersbeschränkungen für Apps im App Store.

Darüber hinaus gibt es Funktionen, mit denen Eltern besser steuern können, welche Inhalte ihr Kind sehen darf:

  • Ask to Buy: Mit dieser Funktion kann ein Kind keine App aus dem App Store installieren, egal ob kostenpflichtig oder kostenlos, ohne vorherige Zustimmung der Eltern.
  • Ask to Browse: Diese Funktion ist für Safari gedacht. Wenn ein Kind eine neue Website öffnen möchte, muss es dafür zuerst die Erlaubnis der Eltern einholen.

Auch bei der Kommunikation können Eltern festlegen, mit wem ihr Kind über Nachrichten, FaceTime und Telefon Kontakt aufnehmen darf. Möchte das Kind mit einer neuen Person sprechen, ist zunächst die Zustimmung der Eltern erforderlich. Communication Safety ist in Nachrichten und FaceTime aktiviert. Die Funktion verwischt Nacktheit automatisch und greift ein, indem sie drastische oder gewalttätige Inhalte blockiert oder kennzeichnet, wenn solche Inhalte in geteilten Bildern oder Videos erscheinen.

Auch die Bildschirmzeit lässt sich gezielter steuern, unter anderem mit:

  • Time Allowances: Mit dieser Funktion können Eltern flexible Zeitlimits dafür festlegen, wie lange Kinder Apps aus Kategorien wie Unterhaltung, Spiele und soziale Medien nutzen dürfen. Bei der Einrichtung werden außerdem Empfehlungen angezeigt, die auf Expertenforschung basieren und an das Alter des Kindes angepasst sind.
  • Daily Schedules: Diese Funktion ermöglicht es Eltern festzulegen, welche Apps ihre Kinder wann nutzen dürfen, je nach Tageszeit oder Wochentag. Schul-Apps können während der Unterrichtszeit weiterhin verfügbar bleiben, während Unterhaltungs-Apps auf bestimmte Zeiten und kürzere Nutzungsphasen beschränkt werden können.
  • Screen Time: Die Funktion wurde neu gestaltet, damit Eltern schnell sehen können, wie ihre Kinder ihre Geräte nutzen und welche Apps sie am häufigsten verwenden. Außerdem können sie den Zugriff auf Apps und Websites direkt anpassen, etwa um die Nutzung während der Familienzeit einzuschränken oder bei Bedarf etwas zusätzliche Zeit zu gewähren.

Wie Eltern unaufdringlich den Überblick behalten können

Apple hat eine eigene Website eingerichtet, die Eltern informieren und ihnen mehr Orientierung geben soll. Dort finden sie die neuesten Tools, hilfreiche Ressourcen und Antworten auf häufige Fragen.

Zu den Funktionen, die Eltern nutzen können, gehören:

  • Screen Time Passcode Notification informiert Eltern, wenn der Bildschirmzeit-Code auf dem Gerät ihres Kindes eingegeben wurde.
  • User Reporting Tool soll Eltern dabei helfen, ihre Kinder zu schützen, und ermöglicht es Nutzern, schädliche Inhalte direkt an Apple zu melden.
  • Apple Watch For Your Kids richtet sich an Kinder, die kein eigenes iPhone haben. Über Find My können Familien den Standort des Kindes im Blick behalten und in Kontakt bleiben, während Kinder bei Bedarf weiterhin ihre Eltern und freigegebene Kontakte anrufen oder ihnen Nachrichten schreiben können.
  • Schooltime mode hilft Kindern, konzentriert zu bleiben, indem Benachrichtigungen blockiert und Apps deaktiviert werden.

Forderungen des Vereinigten Königreichs an große Tech-Unternehmen

Die britische Regierung plant neue Regeln, die große Tech-Unternehmen wie Apple und Google dazu verpflichten würden, zu verhindern, dass Kinder auf Smartphones und Tablets explizite Bilder aufrufen, erstellen oder teilen. Die Unternehmen hätten drei Monate Zeit, um Schutzmaßnahmen auf Systemebene einzuführen. Andernfalls drohten neue gesetzliche Vorgaben, die zu Geldstrafen und im äußersten Fall zu einer strafrechtlichen Verantwortung von Führungskräften der Tech-Unternehmen führen könnten. Erwachsene Nutzer könnten nach einer Altersprüfung weiterhin auf dieselben Inhalte zugreifen.

Ziel des Vorschlags ist es, Online-Grooming einzudämmen, also die gezielte Kontaktaufnahme Erwachsener zu Kindern mit dem Ziel, sie auszunutzen, sowie Sextortion, also Erpressung mit intimen Bildern oder Videos. Außerdem sollen Minderjährige weniger mit Pornografie in Kontakt kommen, indem Nacktinhalte auf Geräten eingeschränkt werden, die von Kindern genutzt werden.

Die Regeln würden nicht nur für neue Geräte gelten, sondern auch für solche, die im Vereinigten Königreich bereits verwendet werden.

Milan Bobic
Milan Bobic

I’m a travel writer who focuses on the practical questions that come up once you’re already at a destination. Things like how to stay connected, what actually works locally, and what you wish you’d checked before boarding the plane. I write from experience, aiming to cover the gaps most guides skip.

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